In Kärnten werden jährlich rund 1.000 Neubauten errichtet. Jeder, der schon das Bauvorhaben „Neubau“ in Angriff genommen hat, weiß, wie viele Aufgaben zu bewältigen sind. Umso mehr noch, wenn die Lebensdauer von Neubauten von heute über 100 Jahren berücksichtigt wird und doch eine Menge Geld in jeden Neubau fließt. Da macht es Sinn, sich ausreichend Gedanken zu machen und auch einen Fachmann bei der Planung des Neubaus zu Rate zu ziehen. Egal ob der Neubau in „do-it-yourself-Manier“ entsteht oder ob eine Baufirma mit dem Neubau beauftragt wird, viele Überlegungen müssen bereits in die Planungsphase eines Neubaus einfließen, wenn über Jahrzehnte Wohnkomfort und Praktikabilität genossen werden sollen. Mit Themen wie Bauphysik, Bauteile und Wärmedämmung, Heizung und Warmwasser muss sich jeder Bauherr auseinander setzten. Aber wer denkt schon daran, dass auch das persönliche Bedürfnis – wie mindestens 23°C Raumtemperatur – auch bereits bei der Planung des Neubaus eine große Rolle spielen. Aber der Reihe nach. Allem voran bei der Planung eines Neubaus stehen natürlich die eigenen Wünsche: Welche Räume sollen wie groß sein, wo liegen die Hauptinteressen, welche Funktionen sollen die Räume erfüllen, stehen biologische Baustoffe in Vordergrund, geht es um nachhaltige Nutzung von erneuerbarer Energie, und, und, und. Mit diesen Überlegungen kann bereits ein erster Entwurf eines Neubaus vorgenommen werden. Aber es geht viel weiter. Bei der Planung des Neubaus ist bereits zu berücksichtigen, wie das Grundstück beschaffen ist – von der Bodenbeschaffenheit angefangen über Lage des Grundstücks und Vorordnung des Verbauungsplans bis hin zur Sonneneinstrahlung. Zusätzlich zu Hausform, Größe und Baumaterialien bedarf es auch reichlichen Überlegungen, welches Heizsystem im Neubau geplant wird. In Kärnten werden bereits in über der Hälfte der Neubauten Wärmepumpen mit Niedertemperatur-Verteilsystem installiert. Die Wärmepumpen bieten sich gerade bei einem Neubau als ideales System an. Wer bereits vor Beginn des Neubaus auch das Heizsystem festgelegt hat, kann sich einiges Geld sparen. So können z. B. die Erdkollektoren bei einer Erdreich-Wärmepumpe im Zuge der Baggerarbeiten für den Aushub verlegt werden. Und bei den Betriebskosten ist die Wärmepumpe unschlagbar. Ein 150 m² großer, sehr gut gedämmter Neubau benötigt im Jahr gerade mal 450,- Euro Heizkosten, das sind monatlich rund 38,- Euro.
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